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Schatten

Landwirtschaft

Bedeutung und Entwicklung der Landwirtschaft für die Stadt Tettnang

In der Beschreibung des Oberamtes Tettnang von 1915 ist u.a. zu lesen

.... die Stadt Tettnang liegt in einem förmlichen Wald von Ostbäumen, Gartenanlagen und Hopfengärten ... und ist, was namentlich Lage und klima-tische Verhältnisse anlangt, eines der fürnehmsten Städtchen Oberschwabens ...... Der Getreidebau tritt in der Gemeinde hinter dem Wiesenareal und dem Obst- und Hopfenbau zurück. Tettnang ist die stärkste Hopfengemeinde des Bezirkes. Überall vor den Toren der Stadt stößt man auf die Hopfengärten mit ihren hohen Drahtanlagen und auf luftige Hopfendarren. Von einzigartigem Reiz ist das Treiben zur Zeit der Hopfenernte, wenn Hunderte fremder Hände wochenlang mit dem Hopfenbrocken in und um Tettnang beschäftigt sind und jeden Tag neue Händler und Käufer die Hopfenproduzenten aufsuchen.

Weit älter und verbreiteter, aber nicht immer so lohnend, ist der Obstbau ......

Der größere Teil der erzeugten Milchmengen dient zur Befriedigung der Haushaltungen in der Stadt Tettnang - ein Teil geht an 2 Privatmolkereien. Alle 14 Tage wird in Tettnang ein Vieh- und Schweinemarkt abgehalten, der meist gut befahren ist.....

Seither hat sich insbesondere auch in der Landwirt-schaft viel verändert, geblieben ist die Prägung der Landschaft um Tettnang durch Obst- und Hopfen-gärten, eingebettet von Wiesen und Wäldern.

Im Gemeindegebiet von Tettnang lassen sich zwei größere Naturräume, das Bodenseebecken im Westen und das Westallgäuer Hügelland im Osten unterscheiden. Das Gelände steigt vom Schussen-becken bei Kau (410 m u.d.M.) über die Tettnanger Kiesterrassen zum östlichen Drumlingebiet an (bis 600 m bei Notzenhaus). In das Drumlingebiet eingesenkt ist das Tannauer Becken und das Argental. Vielfach bewaldete Drumlinhügel wechseln sich mit malerisch gelegenen Seen und Weihern, mit Streuwiesen und nacheiszeitlichen Mooren ab.

Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen und Niederschlagsmengen liegen bei 8,5 °C bzw. 1100 mm und bieten somit gute Voraussetzungen für den Anbau von Sonderkulturen.


Strukturwandel in der Landwirtschaft

So wie sich die Landschaft seit der letzten Würmeiszeit (etwa 20 000 Jahre) entwickelt hat, hat sich auch die Landwirtschaft den sie umgebenden Veränderungen und Rahmenbedingungen angepasst.


Während über Jahrhunderte diese Entwicklung relativ gemächlich ablief, hat sich in den letzten 40 - 50 Jahren geradezu ein stürmischer Wandel vollzogen. Die Technisierung in der Landwirtschaft und die damit verbundene Steigerung der Produktivität, aber auch die zunehmende Einkommensdisparität zwischen den bäuerlich und den gewerblich Tätigen haben in dieser Zeit zu grundlegenden Umstrukturierungen in der Landwirtschaft geführt. Dies ist insbesondere an der Entwicklung der Zahl, Größe, Erwerbsform und der Produktionsausrichtung der Betriebe ersichtlich.

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